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  Familie Grillenbeck
  Quo vadis? - Kleinsilberzucht
 

Gedanken - Vorgänge - Meinungen?


UPDATE 06/2015

Im Europastandard wurde die Ohrlänge um 0,5mm angehoben, d.h. ideale Länge von 8,0-10,5cm; leichete Fehler von 7,5-8,0cm und 10,5-11,0cm.
11,0cm ist die ideale Länge eines Weißen Neuseeländers mit 5,0kg --> entspricht letztendlich nicht mehr der Standardforderung eines kurz gedrungenen Typs, oder?



UPDATE 10/2012:

Der Europastandard ist da! Und erfreulicherweise (für mich) wurde die Beschreibung vom deutschen Standard übernommen.
Die Ohrenlängen von 8-10cm entsprechen doch den Typen von 2,5kg bis 3,25kg, und das wurde so aufgenommen.

Jedoch ist mir seit der letzten Schausaison 2011 noch ein weiteres Phänomen aufgefallen: Derzeit geht der Trend wieder zu den "Eichhörnch
en"; d.h. dunkelgelbe bis rote Silberkaninchen werden von den Preisrichtern gerne bevorzugt.
Ich will nicht sagen, dass diese Tiere schlechter sind, aber mir sind schon ein paar Tiere aufgefallen, bei denen das Markenzeichen der Gelbsilber, die Wildfarbigkeits-Abzeichen, fast völlig verschwunden ist. Hier sollten wir alle aufpassen, denn z.B. zwischen einer cremefarbigen Bauchdecke und einer Rückendecke sehr ähnlichen Farbe ist doch noch ein Unterschied.
Jedoch möchte ich auch anmerken, dass wir die sog. "Müller", wie ich sie heuer leider auch sehr stark habe, natürlich auch nicht als Ideal betrachten sollten; der Standard schreibt ja vor, dass die mittlere Silberung vorzuziehen ist.(was aber wieder Auslegungssache ist).

FAKT IST: Wir züchten Gelbsilber! Und nach meinen Recherchen entspricht die eigentliche Farbe immer noch den im Schweizerstandard angebenen Beschreibungen (mit all den in Deutschland und nun auch in Europa gültigen Fehlern) 


Ohrverschluss und Flügelhaut: Offensichtlich vermehrt sich dieses Phänomen MEGA-schnell in unseren Zuchten; nur radikale Selektion löst das Problem!
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Ich will niemanden auf den Schlips treten oder g'scheiter sein als andere, aber erlaubt mir ein paar Anmerkungen zur SCHÖNSTEN RASSE der WELT:

Ich züchte nun seit über 25 Jahren die gelben Kleinsilber - das schon seit Kindesbeinen an, und habe schon fast alles mitgemacht in diesen vielen Jahren (Epilepsie, Enterocolitis, etc.) - und denke, mir deshalb auch erlauben zu können, einige Vorgänge der letzten Zeit zu hinterfragen und meine Meinung dazu zu äußern:

Ein ganz wichtiger Punkt, der die Zucht in Zukunft beeinträchtigen könnte, ist der, dass bei den Kleinsilbern immer mehr - obwohl ja von vielen Seiten wie z.B. von der ZDRK-Standardkommission mehrfach betont - vom geforderten Typ abgewichen wird: Der Körper wird in allen Standardanforderungen in Europa als gedrungen und mit einer kräftigen Kopfbildung gefordert (selbst die Schweiz in ihrer Art).
Jedoch sollte es im Sinne des geforderten Typs sein, dass auch die Ohrenlänge (wie immer dem Typ entsprechend gefordert) gedrungen = kurz ist.
Für mich ist für eine Rasse mit gedrungenem Körperbau und einem Normalgewicht von 2,5kg - 3,25kg eine Ohrlänge von 8-10cm ideal, wie sie auch im Europastandard gefordert wird.

--> Was soll die Forderung nach 11 und mehr cm-Ohrenlänge?

Im Deutschen Standard werden die Kleinsilber mit der Anforderung "kurz gedrungen" noch kürzer gefordert als die Paraderassen "Deutscher Widder" und "Weiße Neuseeländer"; doch wie sieht es da mit den Ohrlängen aus? - Ok - die Widder nehmen wir hier mal aus.
Aber ist es nicht so, dass ein 5-Kilo-Weißer-Neuseeländer auch irgendwo eine ideale Ohrenlänge von 10-11cm haben sollte?
Tja - im schlimmsten Fall wäre dieser Weiße Neuseeländer dann doppelt so schwer als ein Kleinsilber und dürfte aber 10cm ohne Probleme haben. Da sieht es gut aus - und beim Kleinsilber nicht?

Und sind es nicht gerade die kurzen Kleinsilber mit ihren markanten Köpfen, die uns seit Jahrzehnten begeistern? Leider bewerten viele Preisrichterkollegen die langen und meist an der oberen Grenze stehenden Tiere besser, obwohl Sie dem Typ eher weniger entsprechen.

AUCH musste ich der Kaninchenzeitung entnehmen, dass eine Preisrichtergruppe im Westen (mit vielen entscheidungsfähigen Funtionären) einen Schulungsbericht veröffentlicht, dem zu entnehmen ist, dass Kleinsilber mit einer Ohrlänge unter 9cm bestraft werden, und unter 8cm gar mit "nb" bewertet werden - das ist Wahnsinn!!!  - und Willkür und Meinung von einigen Funktionären!
--> Wo steht das?

Leider wird nur in der Lehrschrift des Deutschen Preisrichterverbands veröffentlicht, dass im Regelfall die Ohrlänge ca. 1/4 der Körperlänge beträgt.

Nachdem ich in Mathe ein wenig aufgepasst habe, traue ich mir zu behaupten: Ein Kleinsilber gelb mit 2,65 kg  und einer Körperlänge von ca. 32cm (erfüllt somit alle Standardanforderungen auch in Beuzg auf Größe und Gewicht) hat doch eine ideale Ohrlänge bei 8cm, oder nicht?

Ooooh - so "kleine" Tiere sind aber für die Zucht nicht geeignet! Natürlich ist es schwieriger mit solchen Tieren Linienzucht zu betreiben: Leichter werden die Tiere in Linienzucht i.d.R. von alleine, und das ist die Hauptursache, warum schwerere beliebter sind
- denn: man muss somit kein großer Züchter sein - sondern man reiht sich gerne mal in den Reigen der Vermehrer und Preishamsterer ein - und die lieben Preisrichter beurteilen den Typ nicht immer so kritisch (auch ich ertappe mich manchmal dabei) wie wir sollten.

Falls noch niemand Kleinsilber mit einer Körperlänge von 32-34cm gesehen hat, den lade ich gerne mal zu mir ein - oder soll sich das ein oder andere Tier von mir auf einer Schau ansehen. Nicht alle sind so kurz, aber es sind immer wieder mal solche dabei.

"Gut Zucht" allen Kaninchenzüchtern

Markus
 
  wir kennen uns da noch nicht so aus - entschuldigt Fehler und dergleichen!! Danke  
 
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